Der coole Volksschullehrer – Braun Super Paxette II BL

Braun Super Paxette II BL

Es begann bei Ebay. Ich suchte nach Objektiven für meine Leica IIIf, gab im Suchfeld “Objektiv 39mm Schraubgewinde” ein und stieß neben diversen Leica-Optiken auf eine Linse, von der ich bisher noch nicht einmal den Namen gehört hatte: Ein Röschlein-Kreuznach Telenar 3.5/90mm. Wer nicht alles Objektive für die Leica gebaut hat, sagte ich mir, aber dann las ich weiter.

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Muss man mögen: Fotografisches Roulette mit der Yashica AUTO Focus

 

Gut, es ist eine Schwäche, das gebe ich zu. Ich kann auf Flohmärkten an keiner alten Kamera vorbeigehen, ohne sie nicht wenigstens kurz in die Hand genommen zu haben, auch wenn sie, wie die Yashica Auto Fokus, die ich neulich auf den Schwabinger Hofflohmärkten entdeckte, definitiv nicht in die Rolleiflex-Leica-Hasselblad-Klasse gehört. “Muss man mögen: Fotografisches Roulette mit der Yashica AUTO Focus” weiterlesen

Die Schönheit aus dem Schminkköfferchen: meine Kodak Retina IIIc

 

Ich kann’s nicht verhehlen, ich hatte schon immer ein Faible für Kodak Retina Kameras, seit mir vor vielen Jahren mein Onkel Bertl eine Retina I geschenkt hat. Der kleine Apparat hatte ein unvergütetes Schneider-Kreuznach Xenar 3.5/50mm, und sein schwarzer Lack zeigte heftige Gebrauchsspuren, und weil die Retina I nur einen winzigen Sucher und keinen Entfernungsmesser hatte, glich das Fotografieren mit ihr einem Blindflug.

Aber die kleine Kamera hatte durchaus ihren eigenen Charakter, und mein Onkel hatte sie in den 1930er-Jahren mit auf seine legendären Bergtouren genommen – ein Umstand, der mich veranlasste, sie als kompakte und leichte Begleiterin auf viele meiner Motorradreisen quer durch Europa mitzunehmen. Sie ließ mich kein einziges Mal im Stich.

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Mit der Leica CL (analog) in der Toskana

Eigentlich war es eine Feier zu einem runden Geburtstag, eine halbe Autostunde von Pisa entfernt auf einem alten toskanischen Weingut. Aber für mich war es auch eine willkommene Gelegenheit, an einem verlängerten Wochenende mit der Leica CL ein wenig in der Toskana zu fotografieren, in der gerade der Frühling anbrach, fernab vom Touristentrubel der Städte. Also mit der alten, analogen CL, versteht sich, nicht mit der neuen, digitalen APS-C-Kamera, der Leitz den selben Namen gegeben hat wie jenem nur vermeintlich missratenen Kind der 70er-Jahre mit deutschem Vater und japanischer Mutter.  Die alte CL entstand aus einer Kooperation von Leitz mit Minolta und wurde in Japan, wo sie bei Minolta gefertigt wurde, unter dem Namen Leitz Minolta CL vertrieben.

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Achten Sie auf die Groß- und Kleinschreibung – ein “c” ist kein “C”

Die große "C" - Endpunkt der Kodak Klappkamera-Entwicklung
Die große “C” – Endpunkt der Kodak Klappkamera-Entwicklung

Achten Sie auf die Groß- und Kleinschreibung! Das ist ein beliebter Hotline-Tipp für Menschen, die Probleme mit ihren Passwörtern haben. Bei Kameras ist es eher egal, ob man sie nun “leica” oder “Leica” schreibt, gemeint ist das gleiche. Nicht so bei der Kodak Retina IIIc/C, was sie möglicherweise zur idealen Kamera für penible Deutschlehrer macht. Denn bei dieser letzten Kleinbild-Klappkamera, die im Kodakwerk in Stuttgart gebaut wurde, macht es einen ziemlichen Unterschied, ob man das “C” hinter der römischen III groß oder klein schreibt.

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Die Magische: Rolleiflex 3.5F Modell 3

Meine Rolleiflex 3.5 F Modell 3 mit Planar-Objektiv. Diese Kamera ist laut Seriennummer aus den späten 1960er-Jahren. Der Selen-Belichtungsmesser arbeitet noch sehr präzise, und der Filmtransport funktioniert so sanft und geschmeidig als wäre die Kamera neu und nicht 50 Jahre alt.

 

Alte, analoge Kameras haben ja alle ihre ganz eigene Aura, aber für mich besitzt von allen meinen Schätzen diese Rolleiflex die magischste Ausstrahlung. Ich muss den länglichen Klotz aus Glas und Metall nur in die Hand nehmen, seine Schwere spüren, seine Leder-, Lack- und Chromflächen berühren, mit seinen filigranen und trotzdem unglaublich robusten Bedienungselementen spielen, um binnen weniger Augenblicke den durchdigitalisierten Menschen der 2010er-Jahre abzustreifen und ein halbes Jahrhundert in die Zeit zurückzureisen. Aber damit nicht genug. Jedes Mal, wenn ich in den Lichtschachtsucher meiner Rolleiflex blicke, zieht sie mich hinein in ihre ganz eigene optische Welt.

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Erste Eindrücke von der Leica IIIf: ein Schnäppchen mit Überraschungen

Leica IIIf mit defektem Verschlussvorhang – Nationaltheater München

Ich war auf der Suche nach einem alten 50mm-Objektiv für meine Leicas, und dieses Angebot bei Ebay schien verlockend: Eine Leica IIIf mit Schraubgewinde und einem versenkbaren 2.0 Summitar, komplett mit dem seltenen Schraubfilter mit konischem Gewinde, der die empfindliche Beschichtung der Frontlinse schützt. Da ich einzelne Summitare ohne Gehäuse dazu schon für höhere Preise gesehen hatte, schlug ich zu und besaß plötzlich eine Leica mit Schraubgewinde – die Großmutter meiner M9 sozusagen. Und ich verliebte mich sofort in die alte Dame.

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