Vergessene Filme

Wenn man es genau nimmt, werden alle fotografischen Filme, sobald man sie belichtet hat, zu kleinen Zeitkapseln. Wie die Edelstahlplomben, die man in die Fundamente von Gebäuden einmauert oder auf die Reise in entfernte Galaxien schickt sind sie voller Informationen, die erst nach Ablauf einer unbestimmten Zeitspannen abgerufen werden – oder überhaupt nicht mehr. Selbst wenn man einen Film relativ zügig belichtet und zeitnah entwickeln lässt, macht allein die Tatsache, dass die Aufnahmen eine Zeit lang unsichtbar in der belichteten Emulsion geschlummert haben, die Fotos auf einem Film zu etwas gänzlich anderem als die Sekundenbruchteile nach der Aufnahme verfügbaren Bilder unserer Digitalkameras und Smartphones.

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Ein vergessener Film aus einer Braun Colorette

 

Hier sind ein paar Fotos aus einem Film, den ich in einer Braun Colorette vom Wühltisch eines großen Münchner Fotogeschäfts gefunden habe. Die Kamera hat zwei Euro gekostet und funktioniert – wenn man von dem kaputten Belichtungsmesser absieht – immer noch.

Nur zwei Euro für eine funktionierende Kamera – da muss man doch zugreifen …

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