3D-Galerie: Erste Bilder mit dem Kodak Retina Stereovorsatz

Der Stereovorsatz ist ein eher seltenes Zubehör für die Retina. Er wird über das Innenbajonett, in das normalerweise die Gegenlichtblende für das Normal- und Weitwinkelobjektiv kommt, befestigt. Der Vorsatz ist mit Prismen (statt Spiegeln) ausgestattet und dementsprechend schwer, hält aber in dem Bajonett fest und sicher. “3D-Galerie: Erste Bilder mit dem Kodak Retina Stereovorsatz” weiterlesen

Die Schönheit aus dem Schminkköfferchen: meine Kodak Retina IIIc

 

Ich kann’s nicht verhehlen, ich hatte schon immer ein Faible für Kodak Retina Kameras, seit mir vor vielen Jahren mein Onkel Bertl eine Retina I geschenkt hat. Der kleine Apparat hatte ein unvergütetes Schneider-Kreuznach Xenar 3.5/50mm, und sein schwarzer Lack zeigte heftige Gebrauchsspuren, und weil die Retina I nur einen winzigen Sucher und keinen Entfernungsmesser hatte, glich das Fotografieren mit ihr einem Blindflug.

Aber die kleine Kamera hatte durchaus ihren eigenen Charakter, und mein Onkel hatte sie in den 1930er-Jahren mit auf seine legendären Bergtouren genommen – ein Umstand, der mich veranlasste, sie als kompakte und leichte Begleiterin auf viele meiner Motorradreisen quer durch Europa mitzunehmen. Sie ließ mich kein einziges Mal im Stich.

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Galerie: Der erste Film mit dem Imagon 200mm

Ein Rodenstock Imagon hat mich schon zu der Zeit interessiert, als ich noch Sachfotografie mit Großformatkameras gemacht habe, aber erst jetzt ist mir eines dieser berühmten Weichzeichnerobjektive über den Weg gelaufen: Es war ein relativ günstiges Angebot auf Ebay, ein 200mm Imagon mit drei Siebblenden und einem Neutralgraufilter in einer Fassung für eine Rolleiflex SL66. “Galerie: Der erste Film mit dem Imagon 200mm” weiterlesen

Analoge Fotografie oder die Kunst, auf ein Bild zu warten


Es gibt vieles, was einen an der neu entdeckten analogen Fotografie faszinieren kann. Die mechanischen Kameras, die alten Objektive mit ihrem ganz eigenen Charakter, die unendlich vielfältigen Film-Entwickler-Kombinationen, die Beschränkung aufs Einfache, Wesentliche.

Mir ist neulich noch ein ganz wesentlicher Punkt eingefallen, den es in dieser Form bei der digitalen Fotografie nicht gibt: Das Warten auf die Bilder. Bei einer Digitalkamera kann ich das Foto Sekunden nach der Aufnahme auf dem Display anschauen, löschen oder hinauf in eine Cloud laden, ein analoges Bild bleibt nach der Belichtung erst einmal unentwickelt in der Kamera. Ein Muster aus winzigen  Silberhalogenidkristallen in der Schicht des Films, manche von ihnen noch unberührt und intakt, manche von Photonen angepickt und dazu ausersehen, bei der Entwicklung in elementares Silber umgewandelt zu werden.

 

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Mit der Leica CL (analog) in der Toskana

Eigentlich war es eine Feier zu einem runden Geburtstag, eine halbe Autostunde von Pisa entfernt auf einem alten toskanischen Weingut. Aber für mich war es auch eine willkommene Gelegenheit, an einem verlängerten Wochenende mit der Leica CL ein wenig in der Toskana zu fotografieren, in der gerade der Frühling anbrach, fernab vom Touristentrubel der Städte. Also mit der alten, analogen CL, versteht sich, nicht mit der neuen, digitalen APS-C-Kamera, der Leitz den selben Namen gegeben hat wie jenem nur vermeintlich missratenen Kind der 70er-Jahre mit deutschem Vater und japanischer Mutter.  Die alte CL entstand aus einer Kooperation von Leitz mit Minolta und wurde in Japan, wo sie bei Minolta gefertigt wurde, unter dem Namen Leitz Minolta CL vertrieben.

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Achten Sie auf die Groß- und Kleinschreibung – ein “c” ist kein “C”

Die große "C" - Endpunkt der Kodak Klappkamera-Entwicklung
Die große “C” – Endpunkt der Kodak Klappkamera-Entwicklung

Achten Sie auf die Groß- und Kleinschreibung! Das ist ein beliebter Hotline-Tipp für Menschen, die Probleme mit ihren Passwörtern haben. Bei Kameras ist es eher egal, ob man sie nun “leica” oder “Leica” schreibt, gemeint ist das gleiche. Nicht so bei der Kodak Retina IIIc/C, was sie möglicherweise zur idealen Kamera für penible Deutschlehrer macht. Denn bei dieser letzten Kleinbild-Klappkamera, die im Kodakwerk in Stuttgart gebaut wurde, macht es einen ziemlichen Unterschied, ob man das “C” hinter der römischen III groß oder klein schreibt.

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Galerie: Adlerflug nach Mariabrunn

 

Ein Ausflug mit zwei Zeitmaschinen – meiner Adler M200, einem deutschen Motorrad aus dem Jahr 1953, und der 16 Jahre älteren Super Ikonta, Baujahr 1937. Es ist ein warmer Spätsommertag des Jahres 2017, die Sonne steht hoch am weißblauen Himmel, und die Fahrt führt auf kleinen Straßen von München Schwabing hinaus nach Oberschleißheim, über Badersfeld durchs Moor nach Haimhausen an der Amper und dann weiter über Amperpettenbach, Sulzrain und Lotzbach nach Mariabrunn mit seiner schönen Kapelle.

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