Latergram 2019/1

Es ist das letzte Wochenende im Februar, und die Sonne taucht die Stadt in ein Frühling und Wärme versprechendes Spätwinterlicht, während ein kalter Ostwind die Temperaturen nicht viel über den Nullpunkt klettern lässt. Trotz dieser Kälte treibt es mich hinaus auf die Straßen der Stadt, in denen dick eingepackte Paare ihre Kinderwägen an sonntäglich toten Schaufenstern vorbeischieben. Eine schräge Nachmittagssonne leuchtet wie ein Scheinwerfer in die Straßen, betont Strukturen und wirft die weit verzweigten Schatten kahler Bäume auf die Hauswände.

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Galerie: Doppelbelichtungen mit der Rolleicord

Wie ich in meinem Blogbeitrag über die Rolleicord und die Rolleiflex schon geschrieben habe, eignet sich die Rolleicord wegen ihrer besonderen Konstruktion sehr gut für Doppelbelichtungen – ein Umstand, der eigentlich einer Sparmaßnahme geschuldet ist. Um die Rolleicord zu einem Preis deutlich unter dem der Rolleiflex verkaufen zu können, musste man bei ihr notgedrungen auf einige der ebenso genialen wie mechanisch aufwändigen Lösungen verzichten, die die Rolleiflex so einmalig machen. So sucht man bei meiner Rolleicord die flex-typische Kurbel, die gleichzeitig den Film weitertransportiert und den Verschluss spannt vergebens.

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Cord oder Flex? Ein Rollei-Vergleichstest

Bauernmädchen vs. Dame von Welt

Wir wissen es alle: Man soll nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Und eine Rolleiflex nicht mit einer Rolleicord. Schließlich war die eine zu ihrer Zeit eine glamouröse Kameraprinzessin, die andere deren kleine, von der Natur (oder ihren Konstrukteuren) weniger reizvoll ausgestattete Schwester. Die Rollei für denjenigen, der keine “Flex” abbekommen hat. Aber was macht man als bekennender Rolleiflex-Fan, wenn einem für wenig Geld eine etwas ramponierte Rolleicord zuläuft, mit der es sich nach einer selbst vorgenommenen Reinigung des verharzten Verschlussmechanismus überraschend gut fotografieren lässt? Dann wird man neugierig und macht doch den Vergleichstest zwischen Äpfeln und Birnen, zwischen Villarriba und Villabajo, zwischen Flex und Cord. “Cord oder Flex? Ein Rollei-Vergleichstest” weiterlesen

Vergessene Filme

Alle fotografischen Filme werden, sobald sie belichtet wurden, zu kleinen Zeitmaschinen. Selbst wenn man sie relativ zügig belichtet und zeitnah entwickeln lässt, macht allein die Tatsache, dass die Aufnahmen zwischen Belichtung und Entwicklung eine Zeit lang unsichtbar in der belichteten Emulsion schlummern, die Fotos auf einem Film zu etwas gänzlich anderem als die sofort verfügbaren Bilder unserer Digitalkameras und Smartphones.

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Galerie: Mit der Agfa Isolette III im Botanischen Garten

Ein Nachmittag und ein (halber) Rollfilm. Mit der Agfa Isolette III im Botanischen Garten in München.

Ich mag die Gewächshäuser im Botanischen Garten (und anderswo), besonders wenn es draußen kalt und ungemütlich ist. Die warme, feuchte, nach Chlorophyll riechende Luft hat für mich etwas von einem künstlichen Dschungel, und ich finde, die Fotos mit der Isolette haben diese Atmosphäre ganz gut eingefangen. Was für Pflanzen ich da fotografiert habe, wüsste ich gerne, kann es aber aufgrund mangelnder botanischer Kenntnisse nicht einmal annähernd sagen. Wenn ich das nächste mal im Botanischen Garten fotografiere, werde ich mir Notizen machen …

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Sportwagen trifft Limousine – Agfa Isolette III und Super Ikonta 530/16

Agfa Silette III (left) and Zeiss Ikon Super Ikonta 530/16 (right)
Agfa Silette III (links) und Zeiss Ikon Super Ikonta 530/16 (rechts)

Ich mag das 6×6-Format. Mochte es schon immer. Bevor ich zur digitalen Fotografie überging, verwendete ich diverse 6×6-Kameras für meine professionelle Fotografie, und heute nehme ich gerne eine meiner Rolleis zur Hand, um das magische Dutzend Fotos zu schießen, das mir ein 120er-Rollfilm bietet. Aber die Rolleicord und Rolleiflexen sind nicht meine einzigen 6×6-Kameras. Da gibt es noch die Faltkameras, eine Kategorie, die ich sehr schätze, sei es im Mittel- oder Kleinbildformat. 6×6-Faltkameras, die Mittelformatkameras für diejenigen, die es gern klein und leicht mögen, blicken auf eine lange Karriere zurück, die von den 1920er-Jahren bis in die jüngste Zeit reicht (man denke nur an die Voigtländer Bessa III, die vor 10 Jahren noch gebaut wurde).

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Meine CL in „in your bag“

Ich verfolge schon seit einiger Zeit die Rubrik „In your bag“ der auch sonst sehr empfehlenswerten Website Japan Camera Hunter. Es ist doch immer wieder erstaunlich, was wir Fotografen so alles in unseren Taschen täglich mit uns herumschleppen – von der kompakten Olympus XA bis zur hölzernen 9×12 Reisekamera. Meine Gedanken sind da oft „Respekt, der hat ja einen halben Fotoladen an der Schulter hängen“, „Die Kamera hätt ich auch gern“ oder „da müsste man selbst mal eine seiner Fototaschen samt Inhalt einschicken“. “Meine CL in „in your bag“” weiterlesen

Galerie: Braun Super Paxette im Olympiapark

Ein Spaziergang durch den Olympiapark in München an einem dieser fabelhaft sonnigen Oktobertage 2018. Mit dabei waren meine Hundefreundin Maya und eine Braun Super Paxette II BL, ausgestattet mit einem Tessar 2.8/50mm.

Als Film kam ein Fomapan 200 zum Einsatz, den ich 10 Minuten lang in Rodinal 1:50 entwickelt habe.

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Der coole Volksschullehrer – Braun Super Paxette II BL

Braun Super Paxette II BL

Es begann bei Ebay. Ich suchte nach Objektiven für meine Leica IIIf, gab im Suchfeld “Objektiv 39mm Schraubgewinde” ein und stieß neben diversen Leica-Optiken auf eine Linse, von der ich bisher noch nicht einmal den Namen gehört hatte: Ein Röschlein-Kreuznach Telenar 3.5/90mm. Wer nicht alles Objektive für die Leica gebaut hat, sagte ich mir, aber dann las ich weiter.

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